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Klage der Nacht (Deutschland)

 
Interview mit Geist (Azerath, 31 Dezember 2008)

All questions are in English. Sorry about that. We are trying to fix them.

Azerath: Hello and greetings from Bulgaria! How are you and how are the things going in Bavaria?  
Geist: Heil dir Azerath. Wie es mir geht, soll nicht von Interesse sein. In Bayern allerdings, geht es Abwärts – so wie nun mal auch mit dem Rest der Welt.

Azerath: Let’s continue with a history of your band and your future plans.
Geist: Die Klage der Nacht entstand aus einer jahrelangen Kameradschaft zwischen Todtenweiß und mir. Wir suchten nach einem Weg, um den Emotionen gemeinsam durchlebter Ereignisse eine Plattform zu verleihen. So kam es im Winter 2005 dazu, dass wir eine Kassette mit dem Titel „Klage der Nacht“ in unserem Keller einspielten – live und primitiv. Von dieser Aufnahme haben wir anschließend wenige Exemplare an uns vertraute Persönlichkeiten weitergegeben. Anfangs hatten wir danach nicht vor, Klage der Nacht weiter existieren zu lassen. Es sollte zunächst etwas Einmaliges sein, da wir nun unsere Seelen durch die Musik quasi entlastet hatten.

Doch nun sind 3 Jahre ins Land gezogen, in welchen viele Dinge geschehen sind. Dies veranlasste uns nun im Jahre 2008 zu dem Entschluss, mit unserem Projekt fortzufahren. Der Winter stand vor der Tür, und er brachte all seine Erinnerungen mit, darum entschieden wir uns, diese mit dem Demotonband „Dem Winter entgegen…“ („Towards Winter…“) zu verarbeiten.

Für die Zukunft kann ich keine Prognosen machen, es kommt wie es kommt und wir werden einen neuen Tonträger veröffentlichen, wenn wir den Drang dazu verspüren.


Azerath: How do you describe your style and what inspires you?
Geist: Nun, ich würde sagen wir spielen primitiven aber dafür äußerst echten und melancholischen Black Metal. Wie bereits oben geschildert, inspirieren uns vor allem unsere gemeinsam durchlebten Ereignisse und überstandenen Herausforderungen. Hierzu zählt zum Beispiel das triste Menschsein an sich oder das Dahinscheiden vertrauter Personen. Eine immerwährende Quelle der Inspiration sind nach wie vor auch die Nacht, die Wälder und die Geister, die diesen innewohnen. Schon ein kurzer Blick zum Mond am nächtlichen Himmel lässt mir tausend schöne und zugleich schmerzvolle Gedanken durch den Kopf jagen.

Azerath: There are a lot of great bands from Germany and it’s not necessary to go into particulars, every one knows them, but how do you see it, your local scene? 
Geist: Ich halte sehr viel von der deutschen “Szene”, und es ist zu beobachten, dass es speziell in Deutschland viele Gruppen gibt, die wirklich dem Untergrund und den alten Werten dienen. Allerdings sprießen hier – wie auch in jedem anderem Land - neben dieser Hand voll Perlen auch tausende unnütze und geistlose Formationen aus dem Boden.

Ich bin jedoch der Meinung, dass ein ehrlicher und erfahrener Anhänger des Schwarzmetalls durchaus in der Lage dazu ist, solch unnützen Dreck zu entlarven und zu meiden, auf dass auf Dauer die Spreu vom Weizen getrennt werden wird.

Azerath: Tell to our readers something about your other projects?
Geist: Neben Klage der Nacht existiert seit 2007 auch die Gruppe Ritus, welche ich zusammen mit zwei talentierten Mitstreiten als Tribut an die Geister der Nacht gründete. Ritus sollte uns auch als Gefühlsventil dienen, da damals ja noch nicht feststand, dass Todtenweiß und ich mit Klage der Nacht eines Tages weiter Musik veröffentlichen würden.

Bei Ritus handelt es sich im Gegensatz zu KDN um technischeren und schnelleren Black Metal. Inspiriert werden wir bei unserem Schaffen von Trauer, Ritualen, Albträumen, okkulten Themen und natürlich auch hier - der Nacht. Die Melodiestrukturen sind depressiv bis aggressiv. Nach einiger Zeit entstand somit also unser erstes Demoband „Von nächtlichen Gedanken“ („Of nocturnal thoughts“).

Die Kassette war auf eine geringe Anzahl limitiert und fand großen Anklang, was wir bis dahin nicht erwartet hatten. So war die Demo recht bald vergriffen – doch da es noch immer einige Anfragen gab, traten wir unter das Banner des deutschen Untergrund-Labels „Blutvergiessen Records“, durch welches bald eine Neuauflage von 250 Exemplaren folgen wird.

Im Moment arbeiten wir an den Melodien für unsere erste LP, wobei wir uns allerdings viel Zeit lassen werden. Wir wollen uns nicht zu den Gruppen zählen die mit ihren geistlosen Massenveröffentlichungen den Untergrund unüberschaubar machen. Qualität statt Quantität!!!

Azerath: What is different and what is common between Klage der Nacht and the rest Black Metal bands?
Geist: Bei uns steht die Authentizität im Vordergrund. Deshalb nehmen wir bei Klage der Nacht alle Melodien auf Schlagzeug und Gitarre live in unserem alten Kellergewölbe auf, und zwar in Nächten in denen wir den Drang dazu verspüren - wobei auch vieles spontan entsteht. Diese Live-Aufnahmen machen es möglich, den Geist und die Emotionen, welche wir zum Zeitpunkt der Aufnahme empfanden, festzuhalten. Was man auf unseren Kassetten hört sind also echte Gefühle, die nicht durch technische Spielereien verfälscht werden. Ich denke, dass bei einer blitzsauberen Studioproduktion diese Echtheit oft verloren geht.

Gemeinsamkeiten mit anderen Black Metal Bands gibt es freilich zur Genüge. Ich gehe davon aus, dass wir nicht die erste Gruppe sind, die melancholisch/monotonen Black Metal darbietet und in ihren Texten von Tod und Winter erzählt. Doch wir wollen das Rad bewusst nicht neu erfinden. Bands die krampfhaft versuchen, Innovationen und nie da gewesene Kuriositäten in ihre Musik einzubauen, erwecken in mir oft den Eindruck, dass sie um jeden Preis auffallen und dadurch bekannt werden wollen. Nein, wir wollen das nicht. Wir wollen unseren Wurzeln treu bleiben. Unsere Musik ist nichts Neues, aber sie ist echt – und das ist es, was für uns zählt.

Azerath: How do you pick up this band name?
Geist: Klage der Nacht bedeutet soviel wie “Lament of the Night“. Wir wandern des Öfteren nachts durch die Wälder, wobei meist eine ganz besondere Stimmung aufkommt. Eine Mischung aus Befreiung und Trauer. Befreiung, weil der Wald uns Abstand von den Menschen gewährt und er uns stets Zuflucht und Stille bietet. Trauer erfüllt uns jedoch, wenn wir darüber nachdenken, was der Mensch aus diesem Ort macht. Die Wälder und auch alles andere schwindet langsam dahin. Selbst der Blick zum Mond bietet keinen Trost, denn auch wenn er noch so unerreichbar fern scheint, wissen wir dennoch, dass selbst auf ihm die Menschenpest schon Fuß gefasst hat. Und die Nacht sieht all dem wohl nur trauernd zu, denn sie hat keine Stimme. Und aus diesem Grund verleihen wir der „Klage der Nacht“ die unsere.

Azerath: What are your songs about and do you think that the idea in your lyrics is more important than the music?
Geist: Für uns sind sowohl Melodien, als auch die Texte wichtig. Todtenweiß steckt sein Herzblut in die Gitarrenarbeit und ich richte mein Hauptaugenmerk auf die Texte und den Gesang. Es ist also beides wichtig – das Eine ergänzt das Andere.

Die Texte sind meist ältere Stücke aus meinem Tagebuch, welche ich damals zu bestimmten Anlässen geschrieben habe. So ist zum Beispiel „Nur die Nacht weiß um ihr Leid (Only the night knows about her grief)“ einer guten Freundin von uns gewidmet, welche sich im Jahr 2006 das Leben nahm. In dem Lied geht es darum, dass ich noch immer ihr Weinen in den Wäldern hören kann. Sie ist als Geist gefangen an dem Ort an dem sie sich das Leben nahm, quasi alleine in einer Zwischenwelt. Daher kann sie mich nicht wahrnehmen und auch ich kann nur ihr Weinen hören und die Anwesenheit ihres Geistes spüren.

Azerath: Did you think about a split with any group?
Geist: Wir sind gut mit Sternenfrost von dem deutschen Ein-Mann-Projekt Wedard befreundet und werden mit ihm auf jeden Fall in Zukunft etwas machen. Wir werden uns noch diesen Winter treffen und die Sache planen. Es gibt natürlich auch viele andere Gruppen, die wir sehr gut finden und die auch an unserem Schaffen gefallen finden. Allerdings finde ich, dass man die Musiker mit denen man eine Split-Veröffentlichung machen will, vorher wenn möglich auch persönlich kennen lernen sollte – also nicht nur über das Internet, wie es heutzutage meistens der Fall ist. Doch dies ist aufgrund unserer abgeschiedenen, ländlichen Wohnlage sehr schwierig, da es in unserer Umgebung keine anderen Black Metal Bands gibt.

Azerath: Are you planning to perform live?
Geist: Wir sehen momentan keinen Reiz und Sinn darin, vor “größerem” Publikum zu spielen. Unsere Musik eignet sich einfach nicht dazu, sie vor einer Horde Betrunkener vorzutragen. Allerdings werden wir im kommenden Jahr ein oder zwei kleine Auftritte in geschlossener Gesellschaft geben. Wir haben dafür hier in der Gegend einige sehr atmosphärische Orte, zum Beispiel eine alte Burgruine und die Gewölbe eines ehemaligen Klosters.

Azerath: Do you know something about Bulgaria, about our traditions and music? What's your opinion about webzines like TrueBlackMetal.Info?
Geist: Viel weiß ich nicht über dein Heimatland. Ich weiß, dass es an die Türkei angrenzt und ca. 11% eurer Bevölkerung auch von dort stammen. Somit hält auch der Islam bei euch gewaltigen Einzug, obwohl ihr noch unter christlicher Herrschaft steht. Allerdings verachte ich den Islam mindestens genauso wie das Christentum – er ist genauso gefährlich und vielleicht sogar noch um einiges kränker. Unseresgleichen sollten also auch langsam Anfangen, diesen Feind unter Beschuss zu nehmen…

Da ich mich sehr für das Mittelalter interessiere und auch selbst einige mittelalterliche Instrumente besitze und spiele, weiß ich, dass Bulgarien die Wurzel einer Vielzahl von folkloristischen Liedern und Brauchtümern ist. Die Kaval-Flöte und die Gaida-Sackpfeife sind so weit ich weiß noch heute die Nationalinstrumente.

Was Webzines angeht bin ich eher skeptisch. Um ehrlich zu sein bevorzuge ich gedruckte Untergrundhefte. Gerade in letzter Zeit entstehen davon wieder einige, teils sehr ehrliche, die sich nicht den Mund verbieten lassen und sich auch nicht der „politischen Korrektheit“ beugen.

Azerath: We are at the end so thank you for the interview, if you want to say something more now is the moment.
Geist: Ich bedanke mich, dass du dich für Klage der Nacht interessierst. Was ich den Lesern noch gerne mit auf den Weg geben würde, habe ich oben bereits angesprochen: Achtet auf den Islam! Hier in Deutschland sind die Moslems schon mitten in der Eroberungsphase. Moscheen sprießen wie widerliche Pilze aus dem Boden… Konzentriert euch nicht mehr nur auf das Christentum! Erstickt die neue, drohende Gefahr im Keim, solange es noch möglich ist!!!

   Geist

 

Взето и обработено от Azerath на 31 Декември 2008. Публикуването на каквито и да е части от интервюто е забранено!

(Azerath, 31 Dezember 2008)

 

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