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All questions are in English.
Sorry about that. We are trying to fix them.
Azerath:
Hello and
greetings from Bulgaria! How are you and how are the things going in
Bavaria?
Geist:
Heil dir Azerath. Wie es mir geht, soll nicht von
Interesse sein. In Bayern allerdings, geht es Abwärts – so wie nun mal
auch mit dem Rest der Welt.
Azerath:
Let’s continue
with a history of your band and your future plans.
Geist:
Die Klage der Nacht entstand aus einer
jahrelangen Kameradschaft zwischen Todtenweiß und mir. Wir suchten nach
einem Weg, um den Emotionen gemeinsam durchlebter Ereignisse eine
Plattform zu verleihen. So kam es im Winter 2005 dazu, dass wir eine
Kassette mit dem Titel „Klage der Nacht“ in unserem Keller einspielten –
live und primitiv. Von dieser Aufnahme haben wir anschließend wenige
Exemplare an uns vertraute Persönlichkeiten weitergegeben. Anfangs
hatten wir danach nicht vor, Klage der Nacht weiter existieren zu
lassen. Es sollte zunächst etwas Einmaliges sein, da wir nun unsere
Seelen durch die Musik quasi entlastet hatten.
Doch nun sind 3 Jahre ins Land
gezogen, in welchen viele Dinge geschehen sind. Dies veranlasste uns nun
im Jahre 2008 zu dem Entschluss, mit unserem Projekt fortzufahren. Der
Winter stand vor der Tür, und er brachte all seine Erinnerungen mit,
darum entschieden wir uns, diese mit dem Demotonband „Dem Winter
entgegen…“ („Towards Winter…“) zu verarbeiten.
Für die Zukunft kann ich keine
Prognosen machen, es kommt wie es kommt und wir werden einen neuen
Tonträger veröffentlichen, wenn wir den Drang dazu verspüren.
Azerath: How do you describe your style and what inspires you?
Geist:
Nun, ich würde sagen wir spielen primitiven aber
dafür äußerst echten und melancholischen Black Metal. Wie bereits oben
geschildert, inspirieren uns vor allem unsere gemeinsam durchlebten
Ereignisse und überstandenen Herausforderungen. Hierzu zählt zum
Beispiel das triste Menschsein an sich oder das Dahinscheiden vertrauter
Personen. Eine immerwährende Quelle der Inspiration sind nach wie vor
auch die Nacht, die Wälder und die Geister, die diesen innewohnen. Schon
ein kurzer Blick zum Mond am nächtlichen Himmel lässt mir tausend schöne
und zugleich schmerzvolle Gedanken durch den Kopf jagen.
Azerath:
There are a lot of
great bands from Germany and it’s not necessary to go into particulars,
every one knows them, but how do you see it, your local scene?
Geist:
Ich halte
sehr viel von der deutschen “Szene”, und es ist zu beobachten, dass es
speziell in Deutschland viele Gruppen gibt, die wirklich dem Untergrund
und den alten Werten dienen. Allerdings sprießen hier – wie auch in
jedem anderem Land - neben dieser Hand voll Perlen auch tausende unnütze
und geistlose Formationen aus dem Boden.
Ich
bin jedoch der Meinung, dass ein ehrlicher und erfahrener Anhänger des
Schwarzmetalls durchaus in der Lage dazu ist, solch unnützen Dreck zu
entlarven und zu meiden, auf dass auf Dauer die Spreu vom Weizen
getrennt werden wird.
Azerath:
Tell to our readers something about your other projects?
Geist:
Neben Klage
der Nacht existiert seit 2007 auch die Gruppe Ritus, welche ich zusammen
mit zwei talentierten Mitstreiten als Tribut an die Geister der Nacht
gründete. Ritus sollte uns auch als Gefühlsventil dienen, da damals ja
noch nicht feststand, dass Todtenweiß und ich mit Klage der Nacht eines
Tages weiter Musik veröffentlichen würden.
Bei
Ritus handelt es sich im Gegensatz zu KDN um technischeren und
schnelleren Black Metal. Inspiriert werden wir bei unserem Schaffen von
Trauer, Ritualen, Albträumen, okkulten Themen und natürlich auch hier -
der Nacht. Die Melodiestrukturen sind depressiv bis aggressiv. Nach
einiger Zeit entstand somit also unser erstes Demoband „Von nächtlichen
Gedanken“ („Of nocturnal thoughts“).
Die
Kassette war auf eine geringe Anzahl limitiert und fand großen Anklang, was
wir bis dahin nicht erwartet hatten. So war die Demo recht bald
vergriffen – doch da es noch immer einige Anfragen gab, traten wir unter
das Banner des deutschen Untergrund-Labels „Blutvergiessen Records“,
durch welches bald eine Neuauflage von 250 Exemplaren folgen wird.
Im
Moment arbeiten wir an den Melodien für unsere erste LP, wobei wir uns
allerdings viel Zeit lassen werden. Wir wollen uns nicht zu den Gruppen
zählen die mit ihren geistlosen Massenveröffentlichungen den Untergrund
unüberschaubar machen.
Qualität statt Quantität!!!
Azerath: What is different and what is
common between Klage der Nacht and the rest Black Metal bands?
Geist:
Bei uns steht die
Authentizität im Vordergrund. Deshalb nehmen wir bei Klage der Nacht
alle Melodien auf Schlagzeug und Gitarre live in unserem alten
Kellergewölbe auf, und zwar in Nächten in denen wir den Drang dazu
verspüren - wobei auch vieles spontan entsteht. Diese Live-Aufnahmen
machen es möglich, den Geist und die Emotionen, welche wir zum Zeitpunkt
der Aufnahme empfanden, festzuhalten. Was man auf unseren Kassetten hört
sind also echte Gefühle, die nicht durch technische Spielereien
verfälscht werden. Ich denke, dass bei einer blitzsauberen
Studioproduktion diese Echtheit oft verloren geht.
Gemeinsamkeiten mit anderen Black Metal Bands gibt es freilich zur
Genüge. Ich gehe davon aus, dass wir nicht die erste Gruppe sind, die
melancholisch/monotonen Black Metal darbietet und in ihren Texten von
Tod und Winter erzählt. Doch wir wollen das Rad bewusst nicht neu
erfinden. Bands die krampfhaft versuchen, Innovationen und nie da
gewesene Kuriositäten in ihre Musik einzubauen, erwecken in mir oft den
Eindruck, dass sie um jeden Preis auffallen und dadurch bekannt werden
wollen. Nein, wir wollen das nicht. Wir wollen unseren Wurzeln treu
bleiben. Unsere Musik ist nichts Neues, aber sie ist echt – und das ist
es, was für uns zählt.
Azerath: How do you pick up this band name?
Geist:
Klage der
Nacht bedeutet soviel wie “Lament of the Night“. Wir wandern des Öfteren
nachts durch die Wälder, wobei meist eine ganz besondere Stimmung
aufkommt. Eine Mischung aus Befreiung und Trauer. Befreiung, weil der
Wald uns Abstand von den Menschen gewährt und er uns stets Zuflucht und
Stille bietet. Trauer erfüllt uns jedoch, wenn wir darüber nachdenken,
was der Mensch aus diesem Ort macht. Die Wälder und auch alles andere
schwindet langsam dahin. Selbst der Blick zum Mond bietet keinen Trost,
denn auch wenn er noch so unerreichbar fern scheint, wissen wir dennoch,
dass selbst auf ihm die Menschenpest schon Fuß gefasst hat. Und die
Nacht sieht all dem wohl nur trauernd zu, denn sie hat keine Stimme. Und
aus diesem Grund verleihen wir der „Klage der Nacht“ die unsere.
Azerath: What are your songs about and do you
think that the idea in your lyrics is more important than the music?
Geist:
Für uns sind sowohl Melodien, als auch die Texte
wichtig. Todtenweiß steckt sein Herzblut in die Gitarrenarbeit und ich
richte mein Hauptaugenmerk auf die Texte und den Gesang. Es ist also
beides wichtig – das Eine ergänzt das Andere.
Die
Texte sind meist ältere Stücke aus meinem Tagebuch, welche ich damals zu
bestimmten Anlässen geschrieben habe. So ist zum Beispiel „Nur die Nacht
weiß um ihr Leid (Only the night knows about her grief)“ einer guten
Freundin von uns gewidmet, welche sich im Jahr 2006 das Leben nahm. In
dem Lied geht es darum, dass ich noch immer ihr Weinen in den Wäldern
hören kann. Sie ist als Geist gefangen an dem Ort an dem sie sich das
Leben nahm, quasi alleine in einer Zwischenwelt. Daher kann sie mich
nicht wahrnehmen und auch ich kann nur ihr Weinen hören und die
Anwesenheit ihres Geistes spüren.
Azerath: Did you think about a split with any group?
Geist: Wir sind gut mit
Sternenfrost von dem deutschen Ein-Mann-Projekt Wedard befreundet und
werden mit ihm auf jeden Fall in Zukunft etwas machen. Wir werden uns
noch diesen Winter treffen und die Sache planen. Es gibt natürlich auch
viele andere Gruppen, die wir sehr gut finden und die auch an unserem
Schaffen gefallen finden. Allerdings finde ich, dass man die Musiker mit
denen man eine Split-Veröffentlichung machen will, vorher wenn möglich
auch persönlich kennen lernen sollte – also nicht nur über das Internet,
wie es heutzutage meistens der Fall ist. Doch dies ist aufgrund unserer
abgeschiedenen, ländlichen Wohnlage sehr schwierig, da es in unserer
Umgebung keine anderen Black Metal Bands gibt.
Azerath:
Are you planning to perform live?
Geist:
Wir sehen
momentan keinen Reiz und Sinn darin, vor “größerem” Publikum zu spielen.
Unsere Musik eignet sich einfach nicht dazu, sie vor einer Horde
Betrunkener vorzutragen. Allerdings werden wir im kommenden Jahr ein
oder zwei kleine Auftritte in geschlossener Gesellschaft geben. Wir
haben dafür hier in der Gegend einige sehr atmosphärische Orte, zum
Beispiel eine alte Burgruine und die Gewölbe eines ehemaligen Klosters.
Azerath:
Do you know
something about Bulgaria, about our traditions and music?
What's
your opinion about webzines like TrueBlackMetal.Info?
Geist:
Viel weiß ich nicht über
dein Heimatland. Ich weiß, dass es an die Türkei angrenzt und ca. 11%
eurer Bevölkerung auch von dort stammen. Somit hält auch der Islam bei
euch gewaltigen Einzug, obwohl ihr noch unter christlicher Herrschaft
steht. Allerdings verachte ich den Islam mindestens genauso wie das
Christentum – er ist genauso gefährlich und vielleicht sogar noch um
einiges kränker. Unseresgleichen sollten also auch langsam Anfangen,
diesen Feind unter Beschuss zu nehmen…
Da
ich mich sehr für das Mittelalter interessiere und auch selbst einige
mittelalterliche Instrumente besitze und spiele, weiß ich, dass
Bulgarien die Wurzel einer Vielzahl von folkloristischen Liedern und
Brauchtümern ist. Die Kaval-Flöte und die Gaida-Sackpfeife sind so weit
ich weiß noch heute die Nationalinstrumente.
Was
Webzines angeht bin ich eher skeptisch. Um ehrlich zu sein bevorzuge ich
gedruckte Untergrundhefte. Gerade in letzter Zeit entstehen davon wieder
einige, teils sehr ehrliche, die sich nicht den Mund verbieten lassen
und sich auch nicht der „politischen Korrektheit“ beugen.
Azerath:
We are at the end
so thank you for the interview, if you want
to say something more now is the moment.
Geist:
Ich bedanke mich,
dass du dich für Klage der Nacht interessierst. Was ich den Lesern noch
gerne mit auf den Weg geben würde, habe ich oben bereits angesprochen:
Achtet auf den Islam! Hier in Deutschland sind die Moslems schon mitten
in der Eroberungsphase. Moscheen sprießen wie widerliche Pilze aus dem
Boden… Konzentriert euch nicht mehr nur auf das Christentum! Erstickt
die neue, drohende Gefahr im Keim, solange es noch möglich ist!!!
Geist
Взето
и обработено от
Azerath
на 31
Декември 2008. Публикуването на каквито и да е части от интервюто е забранено!
(Azerath,
31 Dezember
2008)
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